Montag, 13. Juli 2015

Test Y8 WiFi Action Cam

Mein neues Spielzeug ist ja nun da. Ich hatte ja versprochen die ActionCam zu testen. Erwartet jetzt keinen Test der technische Details auflistet oder professionellen Ansprüchen genügt. Ich beschränke mich auf das Wesentliche: Die Funktion!

Stellt sich zunächst die Frage, wie wird die ActionCam am Motorrad befestigt?
Mit der Kamera wurde reichlich Zubehör für verschiedenste Montagemöglichkeiten mitgeliefert.

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Bei meiner 750SS hat sich die Kameramontage per Tankhalterung bewährt. Bei der Cagiva Gran Canyon entfällt diese Möglichkeit, da bedingt durch den höheren Cockpitaufbau dann keine Sicht nach vorne möglich wäre.
Eine Montage der Kamera per Lenkerklemme funktioniert aus dem gleichen Grund ebenfalls nicht. Also entschied ich mich für die Montage am Helm.
Leider sind die im Zubehör mitgelieferten Klebepads absolut plan und eignen sich für Anbringung am runden Helm eher weniger.
Da trifft es sich natürlich gut, dass das Originalzubehör von GoPro auch auf den Klon passt. GoPro bietet spezielle Klebepads auch für leicht gewölbte Oberflächen an. Also die entsprechende Klebepads besorgt und am Helm aufgeklebt.
Anschließend kann die Y8 ActionCam problemlos in die GoPro-Halterung eingeklickt werden.

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Die Bedienung der Kamera ist recht einfach und nahezu selbsterklärend. Es befindet sich natürlich auch eine englischsprachige Anleitung im Lieferumfang.
Praktisch an der Y8 ActionCam ist, dass durch die WiFi-Anbindung direkt über ein Smartphone der Blickwinkel der Kamera geprüft werden kann. Dadurch wird die Gefahr durch einen falsch eingestellten Blickwinkel der Kamera eine Aufnahme zu verhauen verhindert.
Ansonsten ist das mit der WiFi-Verbindung nur spielerei und aus meiner Sicht nicht wirklich nützlich. Ob ich nun die Aufnahe der ActionCam über das Smartphone starten/beenden muss oder die Videos herunterladen kann!? Das herunterladen dauert per WiFi-Verbindung viel zu lang und um mal eben eine Aufnahme zu starten hol ich auch nicht das Smartphone raus.

Die ActionCam unterstützt folgende Aufnahmemodi:
Videos bei
- 1920×1080 bei 30 Bildern pro Sekunde
- 1280×720 bei 60 Bildern pro Sekunde (Interessant, wenn später Zeitlupen gemacht werden sollen)

Fotos
- bis zu 12 Mpx (grausam schlechte Qualität, weil gnadenlos interpoliert!!!)

Daneben gibt es noch Funktionen wie Schleifenaufnahme und Zeitraffer. Für mich und meinen Anwendungsbereich auch vollkommen uninteressant!

Kommen wir zum wichtigsten Kriterium: Aufnahmeqaulität

Die Bildqualität geht angesichts des Preises (80€) voll in Ordnung. Klar, eine GoPro ist noch mal eine ganze Klasse besser. Aber dafür muss man dann auch einiges mehr an Geld über den Tresen schieben. Ich Filme ja nicht professionell, sondern nur ab und an hobbymäßig.
Die Farben der aufgenommenen Videos sind mir eine Spur zu knallig, was man aber mit einer Videosoftware problemlos korrigieren kann. Von der reinen Videoqualität steht die ActionCam meinem HD-Camcorder jedenfalls nicht nach.
Der Sound ist etwas leise aber in Ordnung (Kamera im wasserdichten Kunstoffgehäuse). Mein HD-Camcorder hat deutlich mehr Störgeräusche auf den aufgenommen Videos.
Hier mal ein kurzes Testvideo der Y8 WiFi:

Das Video/Ton ist absolut unbearbeitet.

Für Fotoaufnahmen ist die ActionCam definitiv nicht geeignet. Mein HD-Camcorder (5 Mpx) macht um klassen bessere Fotoaufnahmen als die Y8 WiFi! Dabei ist es auch vollkommen egal, auf welche Auflösung man die Y8 einstellt.

Die Akkulaufzeit der ActionCam beträgt zwischen 60 und 70 Minuten. Damit kann ich gut leben. Bei meinem HD-Camcorder war nach etwa 45 Minuten schluss.

Kann man das Teil empfehlen!?
Angesichts des Preises geht die Y8 WiFi in Ordnung. Die Videoqualität ist OK, sofern man keine professionellen Ansprüche hat. Die Verarbeitung bietet keinen Grund zur Klage und funktioniert hat das Teil bisher auch immer.
Wer also auf der Suche nach einer günstigen ActionCam ist, für den ist der Y8 WiFi eine Überlegung wert.

After Work Kurvenspaß

Über unsere WhatsApp-Frühstücksgruppe erreichte mich die Anfrage, ob Lust bestand an einem After Work Kurvenspaß des ADAC im FSZ Lüneburg teilzunehmen (8 Personen von 17.15 Uhr - 21 Uhr für rund 80€).
Lust und Zeit war vorhanden und so ging es am 10.07. um 15.15 Uhr mit der Cagiva direkt von der Arbeit nach Lüneburg ins dortige FSZ des ADAC.
Leider entpuppte sich die Anreise von Norderstedt aus am Freitag als sehr zeitaufwändig/stressig. So kam ich sehr gehetzt erst um 17.25 Uhr im FSZ an und unmittelbar nach der Anmeldung und dem obligatorischen Gruppenfoto ging es auch schon auf die Übungsstrecke.

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Das Trainingsgelände war in mehrere Abschnitte aufgeteilt, damit gleichzeitig mehrere Gruppen ihr Training absolvieren konnten. So ging es für unsere Gruppe uns zunächst auf einen abgesteckten kleinen Handlingparcours, der recht enge Kurven in hügeliger Landschaft simuliert (Serpentine). Genau richtig für mich um nach der stressigen Anfahrt erst mal runter zu kommen!
Der Instruktor hatte dabei die Möglichkeit uns alle im Auge zu behalten und unsere Linienwahl und Blickführung zu beurteilen.

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Nachdem der Parcours sowohl rechts- als auch linksherum durchfahren wurde ging es dann nach einer kurzen Pause in einen 2. Parcours, bei dem eine schnellere 180° Kurve sowie typische Landstraßenkurven durchfahren wurde. Nach diversen Übungen (u.a. Bremsen in Schräglage, Flucht ins Gelände) ging es dann nach einer erneuten kurzen Pause auf den Handlingkurs des FSZ Lüneburg.
Vorab Einigten wir uns innerhalb der Gruppe, das der Handlingkurs StvO-Konform gefahren wird (Kurven nicht schneiden und die Mittellinie nicht überschreiten).
Jeder Teilnehmer konnte dann 2 Runden direkt hinter dem Instruktor herfahren, wobei der Instruktor sein Tempo jeweils an den direkten Hintermann angepasst hatte.

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Nach einer weiteren kurzen Pause wurde der Handlingkurs dann nochmal in der Gegenrichtung durchfahren und es ging anschließend nochmals zurück auf einen etwas erweiterten Handlingparcours.

Fazit:
Klar, dass FZS Lüneburg ist keine Rennstrecke. Aber Spaß hat es auf jedem Fall gemacht!