Dienstag, 20. Oktober 2015

Hebebühne

Über ebay-Kleinanzeigen bin ich auf eine Hebebühne gestoßen, die preislich in unseren Rahmen gepasst hat. Nach kurzer Rücksprache mit Thomas wurde das Teil gekauft.
Bei der Bühne handelt es sich um einen Eigenbau, der für die Ewigkeit gebaut wurde.

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Da Thomas ein Problem mit der Schwinge an seiner Ducati ST4S konnten wir die Hebebühne auch sofort einweihen.

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Praktisch auch die Ösen an der Bühne um das aufgebockte Motorrad zusätzlich noch mit Spanngurten sichern zu können.

Freitag, 4. September 2015

Kupplung Cagiva Gran Canyon (12 oder 48 Zähne)

So langsam geht die Motorradsaison Ihrem Ende zu und meine Cagiva Gran Canyon steuert die 60 TKm an. Zeit sich Gedanken über die anstehenden Wartungsarbeiten an der Granny zu machen. Bei der letzten Inspektion hatte ich ja bereits den Kupplungskorb als lebensverlängernde Maßnahme etwas bearbeitet (Rattermarken entfernt). Die Kupplung rasselt/klappert zwischenzeitlich auch schon recht heftig an und nervt hin und wieder durch ruppiges Verhalten beim Anfahren/Gangwechsel.
Zeit also, über einen kompletten Austausch der Kupplung inkl. dem verschlissenen Kupplungskorb nachzudenken.
Da der Motor der Granny von Ducati kommt gibt es im Zubehörhandel ein reichhaltiges Angebot an Kupplungszubehör. Sogar eine Anti-Hopping-Kupplung (AHK) könnte man verbauen. Nein, dass werde ich bei der Cagiva bestimmt nicht machen, wäre aber möglich! AHK-Kupplungen bekommt man ab ca. 500€ (ohne Kupplungspaket).
Sehr interessant sind jedoch Nachrüstkupplungen mit 48 Zähnen. Diese sollen lt. Aussagen der Hersteller gegenüber dem originalen 12Z-Kupplungskorb praktisch keinen Verschleiß am Kupplungskorb mehr haben. Hier geht es bei ca. 270€ für einen 48Z-Kupplungskorb los. Dazu werden dann noch entsprechende 48Z-Kupplungsreibscheiben benötigt, so dass man auch leicht in den 400€-Bereich vorstößt.

So eine 48Z-Kupplung wäre bestimmt was feines, allerdings stellt sich mir die Frage, ob sich die Investition bei meiner Cagiva Gran Canyon überhaupt noch rechnet. Bei einer angenommenem Haltbarkeit von 40 TKM für eine neue 12Z-Standardkupplung hätte ich wohl für viele Jahre ausgesorgt.

Nach etwas Recherche bei ebay habe ich mich schließlich für folgendes Paket entschieden:
- 12Z-Kupplungskorb aus Ergal (Aluminiumlegierung)
- organische Reibscheiben auf Aluträger
Da das komplette Kupplungspaket aus Stahl- und Reibscheiben bereits durch meinem Vorbesitzer einmal erneuert wurde, sind die Stahlscheiben noch in sehr gutem Zustand und können problemlos weiterverwendet werden.
Der komplette Satz kostete 145€.

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Der originale Kupplungskorb (Stahl) kostst bei Ducati übrigens allein schon 162€! Und dazu würden dann ja auch noch die Kupplungslamellen benötigt.
GGf. muss dann evtl. auch der Kupplungskern getauscht werden. Dass kann man aber erst beurteilen, wenn die Kupplung ausgebaut ist.

Donnerstag, 6. August 2015

Servicefreundlichkeit ‘Made bei Cagiva’ - Austausch der Rücklichtlampe

War ja in der letzten Zeit recht ruhig zum Thema ’schrauben’. Allerdings einfach, weil die Cagiva Gran Canyon absolut problemlos läuft. Und das sogar ohne irgendwelche Flüssigkeiten zu verlieren.

Warum ich jetzt trotzdem wieder mal was schreibe? Vor Allem, zum Thema ‘Austausch der Rücklichtlampe’!?
Nun ja, ganz einfach weil es hier mal wieder das beste Bespiel dafür gibt wie serviceunfreundlich die Cagiva konstruiert und gebaut wurde.

Es fängt damit an, dass die Schrauben für das Rücklichtglas von hinten, im Radlauf gelöst werden müssen. Da man ja nicht sehen kann wie man den Schraubendreher ansetzt, hilft nur ein fröhliches herumstochern mit dem Schraubendreher.

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Das sollte man allerdings erst probieren, wenn zuvor die Auspufftöpe etwas abgekühlt sind, weil sonst gibt es beim Lösen der 2 Schrauben gleich noch nen Satz heiße Finger dazu!
So können aus einer eigentlichen ‘5 Minuten Sache’ mal eben 30 Minuten werden, da zunächst der Auspuff abkühlen muss.

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Nach dem Ausbau des Glases habe ich mich auch um den kleinen Riss im Glas gekümmert.

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Dazu habe ich wieder das Kunstoffreparaturset genutzt, dass mir schon bei der Tankreparatur gute Dienste geleistet hat.
Zunächst mit einem Fräser eine kleine Kerbe entlang des Risses gefräßt und dann mit dem Füllpulver die Kerbe aufgefüllt.

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Anschließen habe ich dann den Aktivator aufgetropft und fertig.

Montag, 13. Juli 2015

Test Y8 WiFi Action Cam

Mein neues Spielzeug ist ja nun da. Ich hatte ja versprochen die ActionCam zu testen. Erwartet jetzt keinen Test der technische Details auflistet oder professionellen Ansprüchen genügt. Ich beschränke mich auf das Wesentliche: Die Funktion!

Stellt sich zunächst die Frage, wie wird die ActionCam am Motorrad befestigt?
Mit der Kamera wurde reichlich Zubehör für verschiedenste Montagemöglichkeiten mitgeliefert.

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Bei meiner 750SS hat sich die Kameramontage per Tankhalterung bewährt. Bei der Cagiva Gran Canyon entfällt diese Möglichkeit, da bedingt durch den höheren Cockpitaufbau dann keine Sicht nach vorne möglich wäre.
Eine Montage der Kamera per Lenkerklemme funktioniert aus dem gleichen Grund ebenfalls nicht. Also entschied ich mich für die Montage am Helm.
Leider sind die im Zubehör mitgelieferten Klebepads absolut plan und eignen sich für Anbringung am runden Helm eher weniger.
Da trifft es sich natürlich gut, dass das Originalzubehör von GoPro auch auf den Klon passt. GoPro bietet spezielle Klebepads auch für leicht gewölbte Oberflächen an. Also die entsprechende Klebepads besorgt und am Helm aufgeklebt.
Anschließend kann die Y8 ActionCam problemlos in die GoPro-Halterung eingeklickt werden.

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Die Bedienung der Kamera ist recht einfach und nahezu selbsterklärend. Es befindet sich natürlich auch eine englischsprachige Anleitung im Lieferumfang.
Praktisch an der Y8 ActionCam ist, dass durch die WiFi-Anbindung direkt über ein Smartphone der Blickwinkel der Kamera geprüft werden kann. Dadurch wird die Gefahr durch einen falsch eingestellten Blickwinkel der Kamera eine Aufnahme zu verhauen verhindert.
Ansonsten ist das mit der WiFi-Verbindung nur spielerei und aus meiner Sicht nicht wirklich nützlich. Ob ich nun die Aufnahe der ActionCam über das Smartphone starten/beenden muss oder die Videos herunterladen kann!? Das herunterladen dauert per WiFi-Verbindung viel zu lang und um mal eben eine Aufnahme zu starten hol ich auch nicht das Smartphone raus.

Die ActionCam unterstützt folgende Aufnahmemodi:
Videos bei
- 1920×1080 bei 30 Bildern pro Sekunde
- 1280×720 bei 60 Bildern pro Sekunde (Interessant, wenn später Zeitlupen gemacht werden sollen)

Fotos
- bis zu 12 Mpx (grausam schlechte Qualität, weil gnadenlos interpoliert!!!)

Daneben gibt es noch Funktionen wie Schleifenaufnahme und Zeitraffer. Für mich und meinen Anwendungsbereich auch vollkommen uninteressant!

Kommen wir zum wichtigsten Kriterium: Aufnahmeqaulität

Die Bildqualität geht angesichts des Preises (80€) voll in Ordnung. Klar, eine GoPro ist noch mal eine ganze Klasse besser. Aber dafür muss man dann auch einiges mehr an Geld über den Tresen schieben. Ich Filme ja nicht professionell, sondern nur ab und an hobbymäßig.
Die Farben der aufgenommenen Videos sind mir eine Spur zu knallig, was man aber mit einer Videosoftware problemlos korrigieren kann. Von der reinen Videoqualität steht die ActionCam meinem HD-Camcorder jedenfalls nicht nach.
Der Sound ist etwas leise aber in Ordnung (Kamera im wasserdichten Kunstoffgehäuse). Mein HD-Camcorder hat deutlich mehr Störgeräusche auf den aufgenommen Videos.
Hier mal ein kurzes Testvideo der Y8 WiFi:

Das Video/Ton ist absolut unbearbeitet.

Für Fotoaufnahmen ist die ActionCam definitiv nicht geeignet. Mein HD-Camcorder (5 Mpx) macht um klassen bessere Fotoaufnahmen als die Y8 WiFi! Dabei ist es auch vollkommen egal, auf welche Auflösung man die Y8 einstellt.

Die Akkulaufzeit der ActionCam beträgt zwischen 60 und 70 Minuten. Damit kann ich gut leben. Bei meinem HD-Camcorder war nach etwa 45 Minuten schluss.

Kann man das Teil empfehlen!?
Angesichts des Preises geht die Y8 WiFi in Ordnung. Die Videoqualität ist OK, sofern man keine professionellen Ansprüche hat. Die Verarbeitung bietet keinen Grund zur Klage und funktioniert hat das Teil bisher auch immer.
Wer also auf der Suche nach einer günstigen ActionCam ist, für den ist der Y8 WiFi eine Überlegung wert.

After Work Kurvenspaß

Über unsere WhatsApp-Frühstücksgruppe erreichte mich die Anfrage, ob Lust bestand an einem After Work Kurvenspaß des ADAC im FSZ Lüneburg teilzunehmen (8 Personen von 17.15 Uhr - 21 Uhr für rund 80€).
Lust und Zeit war vorhanden und so ging es am 10.07. um 15.15 Uhr mit der Cagiva direkt von der Arbeit nach Lüneburg ins dortige FSZ des ADAC.
Leider entpuppte sich die Anreise von Norderstedt aus am Freitag als sehr zeitaufwändig/stressig. So kam ich sehr gehetzt erst um 17.25 Uhr im FSZ an und unmittelbar nach der Anmeldung und dem obligatorischen Gruppenfoto ging es auch schon auf die Übungsstrecke.

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Das Trainingsgelände war in mehrere Abschnitte aufgeteilt, damit gleichzeitig mehrere Gruppen ihr Training absolvieren konnten. So ging es für unsere Gruppe uns zunächst auf einen abgesteckten kleinen Handlingparcours, der recht enge Kurven in hügeliger Landschaft simuliert (Serpentine). Genau richtig für mich um nach der stressigen Anfahrt erst mal runter zu kommen!
Der Instruktor hatte dabei die Möglichkeit uns alle im Auge zu behalten und unsere Linienwahl und Blickführung zu beurteilen.

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Nachdem der Parcours sowohl rechts- als auch linksherum durchfahren wurde ging es dann nach einer kurzen Pause in einen 2. Parcours, bei dem eine schnellere 180° Kurve sowie typische Landstraßenkurven durchfahren wurde. Nach diversen Übungen (u.a. Bremsen in Schräglage, Flucht ins Gelände) ging es dann nach einer erneuten kurzen Pause auf den Handlingkurs des FSZ Lüneburg.
Vorab Einigten wir uns innerhalb der Gruppe, das der Handlingkurs StvO-Konform gefahren wird (Kurven nicht schneiden und die Mittellinie nicht überschreiten).
Jeder Teilnehmer konnte dann 2 Runden direkt hinter dem Instruktor herfahren, wobei der Instruktor sein Tempo jeweils an den direkten Hintermann angepasst hatte.

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Nach einer weiteren kurzen Pause wurde der Handlingkurs dann nochmal in der Gegenrichtung durchfahren und es ging anschließend nochmals zurück auf einen etwas erweiterten Handlingparcours.

Fazit:
Klar, dass FZS Lüneburg ist keine Rennstrecke. Aber Spaß hat es auf jedem Fall gemacht!