Dienstag, 31. Mai 2016

Neuer Reifen, oder wenn man mal anfängt

Nach der Tour zum Fischereihafenrennen in Bremerhaven wurde es langsam Zeit einen neuen Hinterreifen aufzuziehen.

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Ich habe einfach mal bei ebay nach einem passenden Hinterreifen geschaut. Da der VR fast noch zu gut zum wegschmeißen ist, hab ich nach einem Conti Trail Attack 1 HR gesucht (CTA). Gefunden habe ich dann u.a. einen gebrauchten CTA mit einem Restprofil von 4,2mm.
Kann man ja einfach mal ein Gebot drauf abgeben. Und Voila, 2 Tage später habe ich für rund 30€ (inkl. Versand) einen Reifen. Dazu kaufte ich mir dann auch gleich einen neuen Schlauch (Heidenau 17F).

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Der Reifenwechsel wurde natürlich gleich noch dazu genutzt die Felge mal richtig zu reinigen und zu polieren. Die Radlager wurden bei der Gelegenheit natürlich auch überprüft.

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Da in diesem Jahr wieder ein TÜV-Termin für die Cagiva ansteht und die hinteren Bremsbeläge auch nicht mehr die besten waren, gab es gleich noch einen frischen Satz Bremsbeläge (EBC FA165/2TT).

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Beim waschen der Granny viel mir dann ein leichter Ölverlust am Kupplungsdeckel auf!? Trockenkupplung und Ölverlust!? Die Kupplung ist ja erst vor rund 600 Km komplett erneuert worden.
Nach der Demontage des Kupplungsdeckels und der Druckplatte ließ dich der Verursacher leicht feststellen. Der Wellendichtring, der die Kupplungsdruckstange gegen die Getriebewelle abdichtet hatte es hinter sich.

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Eigentlich überhaupt kein Problem. Bei dem Wellendichtring handelt es sich um ein 08/15-Normteil (8×12x3) und außerdem sollte das Teil doch jeder gut sortierte Ducati-Händler auf Lager haben.
Tja, leider ist der Hamburger Ducati-Händler eben etwas Besonderes. Nachdem es schon eine gefühlte Ewigkeit dauerte bis die (zugegebenermaßen) nett anzusehende Dame am Tresen die ET-Nummer für den Wellendichtring und die beiden O-Ringe der Kupplungsdruckstange rausgesucht hatte, kam Sie nach ebenfalls einer gefühlten Ewigkeit der (vergeblichen) Suche im Teilelager mit der Aussage zurück, dass das Teil nicht am Lager sei.
Die Frage, ob Sie mir das ET nun bestellen solle verneinte ich dann dankend.
Sorry, aber dann kann ich mir das Ersatzteil auch gleich direkt nach Hause bestellen. Ist schneller, billiger und ich spare mir das Gegurke durch halb Hamburg um das Ersatzteil abzuholen.
Was waren das noch für Zeiten, als man zum Händler fuhr und der Händler ohne Computer einfach in ein Fach greift und Dir das passende ET rüber schiebt!

Merke: Zukünftig lieber gleich bestellen oder vorher beim Händler anrufen, ob das Teil überhaupt auf Lager ist und ob sich die Fahrerei überhaupt lohnt!

2 Tage später hatte ich mein Ersatzteil (hab gleich mal 3 Stück für 4,70€ bestellt).

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Die Kupplung wurde großzügig mit Bremsenreiniger von allen Ölspuren beseitigt. Den neuen Wellendichtring dann mit einer passenden 10′er Langnuss vorsichtig eingetrieben und das war es auch schon.
Der Austausch des Wellendrichtrings dauert insgesamt nicht länger als 1 Stunde, wenn man denn alle Teile da hat!

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Montag, 23. Mai 2016

Ölwechsel und Altlasten

Bei 59 TKM war jetzt bei der Cagiva mal wieder der Ölwechsel fällig. Während das Öl auf Betriebstemperatur kommt habe ich gleich mal die Gelegenheit genutzt die Drosselklappen wieder neu zu synchronisieren.

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Den fälligen Ölwechsel habe ich gleich mal genutzt um eine der ‘Altlasten’ zu beseitigen. Da das alte Ölsieb durch den Vorbesitzer schon mal geflickt wurde, gab es ein Gebrauchtteil aus einer Ducati Monster, dass ich für 16,90 bei ebay erstehen konnte. Das Teil kostet neu bei Ducati 45€!
Der Motor bekam dann wieder 3,5 Liter 20W50 spendiert.

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Ansonsten ergab der Ölwechsel keine Auffälligkeiten.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Neue Kupplung/Kupplungskorb

Nach knapp 60.000 km ist die Kupplung meiner Gran Canyon fertig. Also war es an der Zeit den neuen KBike Kupplungskorb aus Ergal und die neuen Newfren F1545 Kupplungsreibscheiben einzubauen.

Zunächst den Kupplungsdeckel und Druckplatte runter. Anschließend die alten Kupplungsbeläge (Stahl- und Reibscheiben rausnehmen. Dann muss die Zentralmutter des Kupplungskerns gelöst werden. Hierzu ist ein Schlagschrauber und ein entsprechende Haltwerkzeug für den Kupplungskern unverzichtbar. Beim Ausbau auf die Reihenfolge der Teile achten.
Hier ist ein O-Ring verbaut, der bei der Montage unbedingt gegen ein Neuteil getauscht werden sollte!

Die Reibscheiben haben sich schon wieder gut sichtbar in den Kupplungskorb eingearbeitet.

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Anschließend die 8 Schrauben des Kupplungskorbs lösen (Schlagschrauber) und den Kupplungskorb herausnehmen. Jetzt ist der optimale Zeitpunkt um den Abrieb der Kupplung zu entfernen und Alle Teile zu reinigen und zu vermessen.

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Der neue Kupplungskorb wird wieder verschraubt. Dabei sowohl das richtige Drehmoment für die Schrauben (30-34 Nm) als auch Schraubensicherung verwenden. Die Schrauben werden dabei über Kreuz angezogen. Beim fixieren des Kupplungskorbs leistet das Haltwerkzeug wieder gute Dienste.

Anschließend wird der Kupplungskern wieder montiert. Dabei sollte unbedingt ein neuer O-Ring verwendet werden!
Die Zentralmutter des Kerns wird mit 190 Nm angezogen. Ohne entsprechendes Haltewerkzeug für den Kupplungskern ist das nicht machbar!
Jetzt kann die Kupplung wieder montiert werden.

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Über das Duc-Forum konnte ich einen Satz gestrahlter Kupplungsstahlscheiben erstehen. Die Kupplung wird wie folgt montiert (innen nach außen):
- 2 Stahlscheiben (2 mm)
- 1 Reibscheibe
- bombierte (gewölbte) Stahlscheibe (1,5 mm)
- 1 Reibscheibe
nun abwechselnd Stahl und-Reibscheiben, so dass zum Schluss eine Stahlscheibe montiert wird.

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Anschließend wird die Druckplatte wieder montiert. Dabei darauf achten, dass der Pfeil der Druckplatte mit der Markierung auf dem Kupplungskern übereinstimmen.

Die Kupplung auf Funktion prüfen und den Kupplungsdeckel wieder montieren.

Freitag, 4. September 2015

Kupplung Cagiva Gran Canyon (12 oder 48 Zähne)

So langsam geht die Motorradsaison Ihrem Ende zu und meine Cagiva Gran Canyon steuert die 60 TKm an. Zeit sich Gedanken über die anstehenden Wartungsarbeiten an der Granny zu machen. Bei der letzten Inspektion hatte ich ja bereits den Kupplungskorb als lebensverlängernde Maßnahme etwas bearbeitet (Rattermarken entfernt). Die Kupplung rasselt/klappert zwischenzeitlich auch schon recht heftig an und nervt hin und wieder durch ruppiges Verhalten beim Anfahren/Gangwechsel.
Zeit also, über einen kompletten Austausch der Kupplung inkl. dem verschlissenen Kupplungskorb nachzudenken.
Da der Motor der Granny von Ducati kommt gibt es im Zubehörhandel ein reichhaltiges Angebot an Kupplungszubehör. Sogar eine Anti-Hopping-Kupplung (AHK) könnte man verbauen. Nein, dass werde ich bei der Cagiva bestimmt nicht machen, wäre aber möglich! AHK-Kupplungen bekommt man ab ca. 500€ (ohne Kupplungspaket).
Sehr interessant sind jedoch Nachrüstkupplungen mit 48 Zähnen. Diese sollen lt. Aussagen der Hersteller gegenüber dem originalen 12Z-Kupplungskorb praktisch keinen Verschleiß am Kupplungskorb mehr haben. Hier geht es bei ca. 270€ für einen 48Z-Kupplungskorb los. Dazu werden dann noch entsprechende 48Z-Kupplungsreibscheiben benötigt, so dass man auch leicht in den 400€-Bereich vorstößt.

So eine 48Z-Kupplung wäre bestimmt was feines, allerdings stellt sich mir die Frage, ob sich die Investition bei meiner Cagiva Gran Canyon überhaupt noch rechnet. Bei einer angenommenem Haltbarkeit von 40 TKM für eine neue 12Z-Standardkupplung hätte ich wohl für viele Jahre ausgesorgt.

Nach etwas Recherche bei ebay habe ich mich schließlich für folgendes Paket entschieden:
- 12Z-Kupplungskorb aus Ergal (Aluminiumlegierung)
- organische Reibscheiben auf Aluträger
Da das komplette Kupplungspaket aus Stahl- und Reibscheiben bereits durch meinem Vorbesitzer einmal erneuert wurde, sind die Stahlscheiben noch in sehr gutem Zustand und können problemlos weiterverwendet werden.
Der komplette Satz kostete 145€.

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Der originale Kupplungskorb (Stahl) kostst bei Ducati übrigens allein schon 162€! Und dazu würden dann ja auch noch die Kupplungslamellen benötigt.
GGf. muss dann evtl. auch der Kupplungskern getauscht werden. Dass kann man aber erst beurteilen, wenn die Kupplung ausgebaut ist.

Donnerstag, 6. August 2015

Servicefreundlichkeit ‘Made bei Cagiva’ - Austausch der Rücklichtlampe

War ja in der letzten Zeit recht ruhig zum Thema ’schrauben’. Allerdings einfach, weil die Cagiva Gran Canyon absolut problemlos läuft. Und das sogar ohne irgendwelche Flüssigkeiten zu verlieren.

Warum ich jetzt trotzdem wieder mal was schreibe? Vor Allem, zum Thema ‘Austausch der Rücklichtlampe’!?
Nun ja, ganz einfach weil es hier mal wieder das beste Bespiel dafür gibt wie serviceunfreundlich die Cagiva konstruiert und gebaut wurde.

Es fängt damit an, dass die Schrauben für das Rücklichtglas von hinten, im Radlauf gelöst werden müssen. Da man ja nicht sehen kann wie man den Schraubendreher ansetzt, hilft nur ein fröhliches herumstochern mit dem Schraubendreher.

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Das sollte man allerdings erst probieren, wenn zuvor die Auspufftöpe etwas abgekühlt sind, weil sonst gibt es beim Lösen der 2 Schrauben gleich noch nen Satz heiße Finger dazu!
So können aus einer eigentlichen ‘5 Minuten Sache’ mal eben 30 Minuten werden, da zunächst der Auspuff abkühlen muss.

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Nach dem Ausbau des Glases habe ich mich auch um den kleinen Riss im Glas gekümmert.

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Dazu habe ich wieder das Kunstoffreparaturset genutzt, dass mir schon bei der Tankreparatur gute Dienste geleistet hat.
Zunächst mit einem Fräser eine kleine Kerbe entlang des Risses gefräßt und dann mit dem Füllpulver die Kerbe aufgefüllt.

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Anschließen habe ich dann den Aktivator aufgetropft und fertig.