Freitag, 29. Juli 2016

Fett weg

Ich fahre ja nun schon seit vielen Jahren bei allen meinen Motorrädern statt mit handelsüblichem Kettenfett mit Trockenschmierung. Die Vorteile (Felge/Motorrad immer sauber, Kette leicht zu reinigen) wiegen m.E. die Nachteile des höheren Pflegeaufwands auf.
Angefangen habe ich mit dem ‘Klassiker’ der Trockenschmierung Profi Dry Lube (PDL) für 14,95€ pro 400 ml Dose. Seit einigen Jahren nutze ich jedoch nur noch Dry Lube von Louis (9,95€ pro 400 ml Dose). Beim Dry Lube von Louis sieht man im Gegensatz zum PDL recht gut wo bzw. wie stark die Kette bereits eingesprüht ist.
Die Kettenpflege mit Trockenschmierung ist bei regelmäßigem Einsatz recht teuer (alle 300-400Km). Höchste Zeit sich auf dem Markt mal nach preiswerteren Alternativen umzusehen.
Trockenschmierung mit PTFE/Teflon ist ja nun wahrlich keine neue Erfindung und wird im Industriebereich schon wesentlich länger als im Motorradbereich genutzt.

Nach kurzer Suche bin ich dann auf PTFE Dry Lubricant von K2 gestossen. Die 400ml Dose gibt es für 3,90€, so dass selbst mit Versandkosten 1 Dose noch billiger kommt als Dry Lube bei Louis im Laden.

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Ich werde PTFE Dry Lubricant von K2 zukünftig für die Kettenschmierung nutzen und von meinen Erfahrungen berichten.
Bereits beim 1. Einsatz offenbarte das Spray von K2 seinen ersten Nachteil (gegenüber dem Dry Lube von Louis). Genau wie beim PDL ist fast nicht zu erkennen, wo bzw. wie stark die Kette bereits eingesprüht ist.

Montag, 13. Juli 2015

Test Y8 WiFi Action Cam

Mein neues Spielzeug ist ja nun da. Ich hatte ja versprochen die ActionCam zu testen. Erwartet jetzt keinen Test der technische Details auflistet oder professionellen Ansprüchen genügt. Ich beschränke mich auf das Wesentliche: Die Funktion!

Stellt sich zunächst die Frage, wie wird die ActionCam am Motorrad befestigt?
Mit der Kamera wurde reichlich Zubehör für verschiedenste Montagemöglichkeiten mitgeliefert.

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Bei meiner 750SS hat sich die Kameramontage per Tankhalterung bewährt. Bei der Cagiva Gran Canyon entfällt diese Möglichkeit, da bedingt durch den höheren Cockpitaufbau dann keine Sicht nach vorne möglich wäre.
Eine Montage der Kamera per Lenkerklemme funktioniert aus dem gleichen Grund ebenfalls nicht. Also entschied ich mich für die Montage am Helm.
Leider sind die im Zubehör mitgelieferten Klebepads absolut plan und eignen sich für Anbringung am runden Helm eher weniger.
Da trifft es sich natürlich gut, dass das Originalzubehör von GoPro auch auf den Klon passt. GoPro bietet spezielle Klebepads auch für leicht gewölbte Oberflächen an. Also die entsprechende Klebepads besorgt und am Helm aufgeklebt.
Anschließend kann die Y8 ActionCam problemlos in die GoPro-Halterung eingeklickt werden.

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Die Bedienung der Kamera ist recht einfach und nahezu selbsterklärend. Es befindet sich natürlich auch eine englischsprachige Anleitung im Lieferumfang.
Praktisch an der Y8 ActionCam ist, dass durch die WiFi-Anbindung direkt über ein Smartphone der Blickwinkel der Kamera geprüft werden kann. Dadurch wird die Gefahr durch einen falsch eingestellten Blickwinkel der Kamera eine Aufnahme zu verhauen verhindert.
Ansonsten ist das mit der WiFi-Verbindung nur spielerei und aus meiner Sicht nicht wirklich nützlich. Ob ich nun die Aufnahe der ActionCam über das Smartphone starten/beenden muss oder die Videos herunterladen kann!? Das herunterladen dauert per WiFi-Verbindung viel zu lang und um mal eben eine Aufnahme zu starten hol ich auch nicht das Smartphone raus.

Die ActionCam unterstützt folgende Aufnahmemodi:
Videos bei
- 1920×1080 bei 30 Bildern pro Sekunde
- 1280×720 bei 60 Bildern pro Sekunde (Interessant, wenn später Zeitlupen gemacht werden sollen)

Fotos
- bis zu 12 Mpx (grausam schlechte Qualität, weil gnadenlos interpoliert!!!)

Daneben gibt es noch Funktionen wie Schleifenaufnahme und Zeitraffer. Für mich und meinen Anwendungsbereich auch vollkommen uninteressant!

Kommen wir zum wichtigsten Kriterium: Aufnahmeqaulität

Die Bildqualität geht angesichts des Preises (80€) voll in Ordnung. Klar, eine GoPro ist noch mal eine ganze Klasse besser. Aber dafür muss man dann auch einiges mehr an Geld über den Tresen schieben. Ich Filme ja nicht professionell, sondern nur ab und an hobbymäßig.
Die Farben der aufgenommenen Videos sind mir eine Spur zu knallig, was man aber mit einer Videosoftware problemlos korrigieren kann. Von der reinen Videoqualität steht die ActionCam meinem HD-Camcorder jedenfalls nicht nach.
Der Sound ist etwas leise aber in Ordnung (Kamera im wasserdichten Kunstoffgehäuse). Mein HD-Camcorder hat deutlich mehr Störgeräusche auf den aufgenommen Videos.
Hier mal ein kurzes Testvideo der Y8 WiFi:

Das Video/Ton ist absolut unbearbeitet.

Für Fotoaufnahmen ist die ActionCam definitiv nicht geeignet. Mein HD-Camcorder (5 Mpx) macht um klassen bessere Fotoaufnahmen als die Y8 WiFi! Dabei ist es auch vollkommen egal, auf welche Auflösung man die Y8 einstellt.

Die Akkulaufzeit der ActionCam beträgt zwischen 60 und 70 Minuten. Damit kann ich gut leben. Bei meinem HD-Camcorder war nach etwa 45 Minuten schluss.

Kann man das Teil empfehlen!?
Angesichts des Preises geht die Y8 WiFi in Ordnung. Die Videoqualität ist OK, sofern man keine professionellen Ansprüche hat. Die Verarbeitung bietet keinen Grund zur Klage und funktioniert hat das Teil bisher auch immer.
Wer also auf der Suche nach einer günstigen ActionCam ist, für den ist der Y8 WiFi eine Überlegung wert.

After Work Kurvenspaß

Über unsere WhatsApp-Frühstücksgruppe erreichte mich die Anfrage, ob Lust bestand an einem After Work Kurvenspaß des ADAC im FSZ Lüneburg teilzunehmen (8 Personen von 17.15 Uhr - 21 Uhr für rund 80€).
Lust und Zeit war vorhanden und so ging es am 10.07. um 15.15 Uhr mit der Cagiva direkt von der Arbeit nach Lüneburg ins dortige FSZ des ADAC.
Leider entpuppte sich die Anreise von Norderstedt aus am Freitag als sehr zeitaufwändig/stressig. So kam ich sehr gehetzt erst um 17.25 Uhr im FSZ an und unmittelbar nach der Anmeldung und dem obligatorischen Gruppenfoto ging es auch schon auf die Übungsstrecke.

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Das Trainingsgelände war in mehrere Abschnitte aufgeteilt, damit gleichzeitig mehrere Gruppen ihr Training absolvieren konnten. So ging es für unsere Gruppe uns zunächst auf einen abgesteckten kleinen Handlingparcours, der recht enge Kurven in hügeliger Landschaft simuliert (Serpentine). Genau richtig für mich um nach der stressigen Anfahrt erst mal runter zu kommen!
Der Instruktor hatte dabei die Möglichkeit uns alle im Auge zu behalten und unsere Linienwahl und Blickführung zu beurteilen.

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Nachdem der Parcours sowohl rechts- als auch linksherum durchfahren wurde ging es dann nach einer kurzen Pause in einen 2. Parcours, bei dem eine schnellere 180° Kurve sowie typische Landstraßenkurven durchfahren wurde. Nach diversen Übungen (u.a. Bremsen in Schräglage, Flucht ins Gelände) ging es dann nach einer erneuten kurzen Pause auf den Handlingkurs des FSZ Lüneburg.
Vorab Einigten wir uns innerhalb der Gruppe, das der Handlingkurs StvO-Konform gefahren wird (Kurven nicht schneiden und die Mittellinie nicht überschreiten).
Jeder Teilnehmer konnte dann 2 Runden direkt hinter dem Instruktor herfahren, wobei der Instruktor sein Tempo jeweils an den direkten Hintermann angepasst hatte.

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Nach einer weiteren kurzen Pause wurde der Handlingkurs dann nochmal in der Gegenrichtung durchfahren und es ging anschließend nochmals zurück auf einen etwas erweiterten Handlingparcours.

Fazit:
Klar, dass FZS Lüneburg ist keine Rennstrecke. Aber Spaß hat es auf jedem Fall gemacht!

Freitag, 26. Juni 2015

Neues Spielzeug (Action-Kamera)

Meine Ausflüge auf der Rennstrecke nehme ich eigentlich immer auf Video auf. Dafür habe ich mir extra HD-Kamera und eine Tankhalterung gekauft.
Allerdings wirken die Aufnahmen doch recht statisch und langweilig, da die Kamera nur einen sehr eingeschränkten Blickwinkel bietet.
In den letzten Jahren werden ja immer mehr Action-Kameras von GoPro genutzt, die mit Ihrem flexiblen Anbausystem ganz andere Möglichkeiten erlauben. Außerdem bietet die GoPro einen sehr großen Blickwinkel. Kurzum: Eigentlich haben mich die Aufnahmen mit denn GoPro’s immer begeistert.
Aber der Preis!!! Zumal für 1-2 mal Rennstrecke im Jahr.

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Mitterweile gibt es jedoch einige durchaus brauchbare China-Clones der GoPro. Daher habe ich mir jetzt einen solchen Clone (Y8 WiFi) gekauft. Inkl. Transport und Steuern hat mich das Teil knapp 80€ gekostet. Wie der Name vermuten läßt bietet die Camera die Möglichkeit sich mit einem Smartphone per WiFi zu verbinden.

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Der 1. Eindruck ist schon mal ganz OK. Das Zubehör macht einen recht brauchbaren Eindruck und die Bildqaulität (FullHD) ist auch in Ordnung. Die passende App für die Steuerung der Kamera gab es kostenlos im Play-Store und die Kamera läßt sich problemlos mit meinem Smartphone koppeln und steuern.
Die Fotoqualität ist allerdings schlichtweg unterirdisch!
Wie das Ganze in der Praxis aussieht werde ich dann hier nach dem 1. Einsatz berichten.

Rangierhilfe

Wer kennt nicht das Problem mit einer Gitterrohrrahmen-Ducati zu rangieren? Kaum Lenkeinschlag. Gerade wenn man mehrere Maschinen bei beengten Platzverhältnissen bewegen muss kann das schon ganz schön nervig werden.
Zum Glück bietet die eifrige Zubehörindustrie dafür Lösungen an. Die haben natürlich als Neuteile Ihren Preis! Über ebay-Kleinanzeigen konnte ich nun eine Motorrad-Rangierhilfe für 60€ erstehen (Neupreis 120€).

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Funktioniert absolut einwandrei. Mit der Rangierhilfe läßt sich das Motorrad problemlos in jeder Richtung auf dem Betonboden verschieben.
Das ist auch die einzige Einschränkung: Der Boden sollte einigermaßen eben und fest sein. Bei größeren Löchern oder Rillen im Boden wird es sehr schwer die Maschine zu schieben.

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